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13. Juli 2023

Prozesse statt Tools - Ein Einblick in die Hintergründe

Ein Einblick in die Hintergründe der Buchhaltung

Gefrästes Metallstück in blau-rotem Licht

In der heutigen Arbeitswelt, besonders in Steuerkanzleien und Buchhaltungsabteilungen, steigt der Druck, effizient zu arbeiten. Häufig greifen Teams zu Tools oder Software, um Arbeit zu erleichtern. Doch Tools allein lösen nicht alle Probleme. Die eigentliche Herausforderung liegt in einem klar definierten und gut durchdachten Prozess. Dieser Artikel zeigt, warum Prozesse wichtiger sind als Tools und welche Folgen eine Fehleinschätzung haben kann.

Der verlockende Schein der Tools

Moderne Softwarelösungen wirken oft bunt, optisch ansprechend und versprechen, Arbeit zu erleichtern und Fehler zu reduzieren. Durch Fachkräftemangel und steigenden Arbeitsdruck werden jedoch interne Kontrollsysteme häufig vernachlässigt. Diese Systeme sind nötig, um zu prüfen, ob die Ergebnisse korrekt sind.

Fazit: Tools sind Hilfsmittel – sie funktionieren nur, wenn Menschen sie korrekt bedienen und in einen Prozess eingebunden sind.

Warum der Prozess den Unterschied macht

Ein gut strukturierter Gesamtprozess, der beim Mandanten beginnt und in der Kanzlei endet, ist entscheidend für fehlerfreie Buchführung.

  • Tools unterstützen den Prozess, ersetzen ihn aber nicht.

  • Die Qualität des Prozesses bestimmt die Qualität der Ergebnisse.

  • Ohne klaren Gesamtprozess können selbst leistungsfähige Tools Fehler nicht verhindern.

Typische Ausgangssituationen bei Tool-Einsatz

Prozess zwischen Mandant und Steuerkanzlei mit Brandschutzmauer dazwischen

Typische Ausgangssituationen bei Tool-Einsatz

Drei Momentaufnahmen:

  1. Tools werden nur beim Mandanten eingesetzt.

  2. Tools werden nur in der Kanzlei eingesetzt.

  3. Tools werden sowohl beim Mandanten als auch in der Kanzlei eingesetzt.

Problem: Fehlt in allen drei Fällen ein durchgängiger Gesamtprozess, entstehen Fehler. Daten können unvollständig sein, Buchungen falsch. Es entsteht eine Art „Brandschutzmauer“ zwischen Mandant und Kanzlei.

Ursachen:

  • Fachkräftemangel reduziert Zeit für Kontrolle

  • Vorsysteme liefern unvollständige oder „schmutzige“ Daten

  • Softwareupdates ohne Benachrichtigung erschweren die Transparenz

Folgen: Steuerverkürzung, Haftungsrisiken oder sogar strafrechtliche Konsequenzen. Übermäßige Abhängigkeit von Tools ohne Prozess kann existenzbedrohend sein.

Gesamtprozess als Chance zur Verbesserung

Definition Prozess (Gabler Wirtschaftslexikon):

„Unter Prozess versteht man die Gesamtheit aufeinander einwirkender Vorgänge innerhalb eines Systems, um Materialien, Energien oder Informationen zu transformieren, zu speichern oder zu transportieren.“

Wichtig: Das Schlüsselwort ist „Gesamtheit“. In der Buchhaltung bedeutet dies, beim Ursprung der Rohdaten zu beginnen und den Gesamtprozess Schritt für Schritt zu definieren.

Schritt-für-Schritt: Gesamtprozess definieren

  1. Prozessziel klar formulieren

  2. Einzelne Prozessschritte festlegen

  3. Interne Verprobungs- und Kontrollsysteme integrieren

  4. Kontinuierliche Verbesserung implementieren

  5. GoBD-konforme Dokumentation sicherstellen (Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, Richtigkeit nach §146 AO)

Beispiel: Gesamtprozess eines Onlinehändlers

Prozessziel: Ausgangsrechnungsdaten aus einem ERP-System in die Finanzbuchhaltung übertragen.

Beispielprozess anhand eines Onlinehändlers

Ablauf:

  1. Geschäftsvorfälle aus dem ERP ermitteln

  2. Buchhaltungsschnittstelle einrichten

  3. Testlauf mit monatlichen Geschäftsvorfällen

  4. Kontrolle der übertragenen Daten

  5. Verprobung über das Rechnungsausgangsbuch

Nutzen:

  • Erfüllung der Abgabenordnung

  • Tax Compliance durch Prozessdokumentation

  • Entlastung des Fachpersonals

Das richtige Tool auswählen

Tools und Automatisierungssoftware kommen erst nach der Prozessdefinition ins Spiel. Auswahlkriterien:

  • Was ist die zugesicherte Leistung?

  • Wie sieht die Exitstrategie bei Insolvenz aus?

  • Wo werden steuerlich relevante Daten aufbewahrt?

  • Gibt es eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung?

  • Ist die Buchungs-/Verarbeitungslogik dokumentiert und verstanden?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, wird das Tool in den definierten Gesamtprozess integriert.

Fazit

Tools sind nützlich, aber ein durchdachter Gesamtprozess ist entscheidend:

  • Fehler lassen sich vermeiden

  • Buchführung wird verantwortungsvoll und GoBD-konform

  • Prozesse steigern die Qualität der Arbeit

  • Fachkräfte werden entlastet

Merksatz: Prozesse kommen vor Tools. Wer zuerst den Gesamtprozess definiert, wählt die passende Lösung und verbessert den Workflow kontinuierlich. So entsteht Sicherheit, Qualität und Effizienz – trotz Fachkräftemangel.

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